Zum 9.

So lange draußen wie drin…

Wir könnten heute über Christians schon recht sicheren Stand oder seine fünf (!) Zähne berichten, oder uns einfach nur an seinem Lachen freuen. Oder schon kurz im voraus auf seine Taufe am nächsten Sonntag hinweisen.

Aber wir können auch einfach von unseren zwei Wochen Bauernhof-Ferien in Huxfeld berichten. Das betrifft dann freilich die ganze Familie, wie es insgesamt immer schwerer wird, bei Berichterstattung und Fotos zu trennen.

Das war ein echter Last-Minute-Urlaub; am Dienstag vor dem Wochenende hatten wir noch kein Quartier! Entsprechend waren wir etwas in Sorge, ob wir noch eins finden würden. Papis anfängliches „im September ist doch überall was frei“ klang schon weniger sicher. Also telefonierte Papi noch einmal die Bauern ab, die auf unsere Anfragemails nicht geantwortet hatten. Und erfuhr vom Huxfeld-Hof, daß die Familie selbst in Urlaub sei. Weil uns die aber so gut gefielen, rief ich noch mal das Handy an – und siehe da, „klar, kein Problem, unser Vater ist doch auf dem Hof, sicher können Sie kommen.“ Der Mietwagen war dann eine Kleinigkeit.

Das Beladen desselben weniger. Ein Mercedes-Kombi ist vielleicht eine Aufwertung zum bestellten Passat, aber auch erheblich kleiner im Kofferraum. Mit Fahrradanhänger und zwei riesigen Reisetaschen hätten wir nicht mehr anhalten dürfen, um eine Zeitung zu kaufen. Dafür verlief die Fahrt problemlos, Lisa ertrug sie dank Vomex ohne Übelkeit, und wir bezogen bald unser Quartier.

Das entpuppte sich als geräumige Dreizimmerwohnung mit schöner Einrichtung, komfortablem Bad und Blick auf den Hof. Nur die steile Stiege zu Lisas Zimmer unter dem Dach machte uns etwas Sorgen, aber sie kletterte sie angstfrei rauf und runter. Balou, der riesige und kindererprobte Hofhund, half ihr, die Berührungsängste zu Tieren etwas abzubauen. Der Hof war genau richtig für uns, denn die Bauern haben selbst zwei Kinder im Alter der unseren – das merkt man in der Ausstattung.

Das Wetter der ersten Woche war schon nicht schlecht. Es gab einen Regentag, aber Lisa genoß ihn, in den Pfützen des Hofs spielend, immens. Die zweite Woche dann brachte Traumwetter. Mit den Rädern, die man uns auf dem Hof gab, konnten wir mit unserem Hänger Ausflüge machen. Der Hof bot neben Rindern, Hühnern und Schweinen auch Kaninchen, Kälber, ein Pony – Lisa genoß es, und Christian nicht minder. Der Hofladen bot frische Kost.

Am schönsten wurde es dann, als die Bauern mit ihren Kindern aus dem Urlaub zurückkamen. Jetzt konnten sie wirklich alle zusammen nach Herzenslust spielen. Kurz zusammengefaßt: der Gedanke, dort im nächsten Jahr wieder hinzufahren, kam uns.

Ein Gedanke zu “Zum 9.

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