Das war Zeit, findet der Papi: Junior hatte mal Lust, sich die Haare länger wachsen zu lassen. Ehe wir Zöpfchen machen konnten, durfte dann doch wieder der sportliche Kurzhaarschnitt raus…
Das war Zeit, findet der Papi: Junior hatte mal Lust, sich die Haare länger wachsen zu lassen. Ehe wir Zöpfchen machen konnten, durfte dann doch wieder der sportliche Kurzhaarschnitt raus…
Ratet selbst, wer heute morgen früh wach war… unser großer Kleiner ist jetzt 7:
Jetzt geht neben Lisa auch Christian in die Carl-Sonnenschein-Schule. Bei strahlendem selbigen wurde er eingeschult. Omi und Opa sowie Nonna waren dabei.
Mein Gott, vier Jahre war der Knabe in diesem Kindergarten! Ein Jahr länger als Lisa! Wurde Zeit, dass sie ihn rauswerfen. Das geschah jetzt, in zwei Schritten: Zunächst am letzten Montag Ende des Schulanfängertreffs mit Schultüte usw.

Dann am Samstag beim Sommerfest der endgültige, formal korrekte Rauswurf, eine Tradition, die ein männlicher Erzieher mit breitem Kreuz eingeführt hat, und die, nach dessen Rückzug, die Damen fortsetzen müssen:

Aber selbst danach darf er noch eine Woche bis zu den Sommerferien bleiben…
Drüben beschrieb ich Christians erstes Spiel.
Nach seinem Skiunfall gehandicapt, kommt Christian erst am 10. Februar in den Genuß, sein neues Kickboard vom Patenonkel auszuprobieren. Jetzt macht es ihm aber rechten Spaß.
Wie einen zweiten Darmausgang hätte Christian das gebraucht, dass er seit gestern abend einen zweiten Gips am selben Bein trägt. Ehrlich.
Scheinbar war alles schon wieder gut, er fing wieder schwer an zu spielen und zu toben, und das Gehen ging ohne Stützen, es sah nur noch nicht so elegant aus.
Aber es waren ihm zwei Wochen “Kontaktsport” verboten, und es war erst eine Woche rum, als er Kontakt hatte, auch ohne Sport, Kontakt mit dem Roller eines anderen Kindes. Am Knöchel, ja, genau da. Und abends war er wieder in der Ambulanz in Kaiserswerth, und bekam wieder einen Gips. Einen kleinen, er geht nicht übers Knie. Und einen neuen Termin beim Unfallchirurgen hat er auch. Nächsten Montag. Für eine Woche bleibt der also auf jeden Fall dran.
“Mein Bein ist ein Weichei” mault Christian. Er sitzt auf der Bank des Unfallchirurgen und hat gerade seine ersten Gehversuche ohne den lästigen Gips der letzten 5 Wochen gemacht, und natürlich ist das Bein schlaff. Dünn ist es geworden, aber schmerzfrei und auf dem Röntgenbild gut verheilt. Noch ein, zwei Wochen keinen Fußball spielen, ansonsten alles tun, was er sich zutraut.

Aber für die geneigten Leser, die nicht dabei waren, müssen wir rückwärts bloggen. Das war heute. Gestern schoß er auf Krücken über den Hof der Kindertagesstätte, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Denn er hatte drei Wochen lang nichts anderes gemacht. Wenn er mit den Krücken auslegte, mußte ein Erwachsener ausschreiten, um mitzuhalten.
Und es war vor fünf Wochen, genau am verbockten Heiligabend, dass er mit seinem ganz neuen Gips unter dem Weihnachtsbaum im Skichalet saß, ein schönes Geschenk, das nicht auf seinem Wunschzettel gewesen war.

Ein kurzer unbedachter Moment am selben Morgen war es gewesen, eine Schußfahrt ohne sich vorher warmzumachen und ohne sich zu erinnern, wie denn das überhaupt noch ging mit dem Skifahren, und mit dem Bremsen und Ausweichen. Einmal nur nicht aufgepaßt, und schon passiert. Eigentlich ein geübter Skiläufer, ein gestandener Blue King, der zwei Wochen Skiferien vor sich gehabt hätte. So wie hier seine Schwester, hätte er ausgesehen. (So wie hier sah im übrigen auch das Wetter aus an jenem Tag.) Doch sollte es anders kommen. Sollte Bergung mit dem Motorschlitten und Röntgen im Spital bedeuten.

Aber – diese knapp fünf Wochen gaben ihm Gelegenheit, zu beweisen, wie gut er mit solch einer Herausforderung umgehen kann. Und er bewies es: er trug es mit Fassung, mit guter Laune, ohne zu klagen. Wir sind beeindruckt und stolz auf ihn.
Wir fassen kurz zusammen: Kurz vor den Skiferien hatte unser Held Geburtstag:

Und kurz nach denselben feierte er Kindergeburtstag, ein Gipsbein war kein Hindernis.

Da hat sich der Kleine etwas Großes vorgenommen: heute ist Tag der Offenen Tür beim Eisstadion der DEG Metro Stars an der Brehmstraße – genau genommen bei den Puckys. Eishockey, das will Christian jetzt einmal ausprobieren. Schlittschuhlaufen findet er in letzter Zeit sehr verlockend, gemacht hat er es aber noch nie.
So findet er sich zur verabredeten Zeit ein, wird gar furchterregend ausstaffiert, mit Schulterpanzer, Knie- und Ellbogenschonern, Stutzen bis zum Hals (werden mit Klebeband angezogen…) und natürlich dem spannenden Helm. Ein Schläger kommt erst später dran. Erst einmal geht es raus aufs Eis, wo sich ein halbes Dutzend Trainer und Eltern um eine kleine Armee Kinder kümmern.
Da läuft er eben erst mal allein los. Und nach einer halben Stunde mit einigem Hinfallen und Wiederaufstehen, aber auch viel selbst angeeignetem Laufen, findet er einen Stapel mit Schlägern, nimmt sich einen und verschwindet in der hinteren Hallenhälfte, wo ein Spielfeld aufgebaut ist, und er sofort mitspielen kann. Das scheint ihm eine Menge Spaß zu machen, bis er sich so weit erschöpft hat, daß er mehr im Sitzen spielt als im Laufen. Völlig verschwitzt schält er sich aus der Montur, und darf noch eine Weile den Großen beim Training zusehen.
Ob er dabeibleiben wird? Ich weiß es nicht. Aber es war sicher ein Spaß.