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Christian hat Zahn Nr. 13!
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Das ist natürlich eine Zahnzahl. Der zwölfte Zahn erschien als weiterer Backenzahn unten rechts.
Osanit
Das Wundermittel zum Zahnen kommt wieder zum Einsatz. Hatte Christian recht früh schon sieben Zähne, wollte der achte dann partout nicht kommen, obwohl Zähne doch sonst immer paarweise auftreten. Jetzt endlich sind dafür Zähne acht und neun fast gleichzeitig erschienen…
Bald spricht er wohl
Zum 9.
So lange draußen wie drin…
Wir könnten heute über Christians schon recht sicheren Stand oder seine fünf (!) Zähne berichten, oder uns einfach nur an seinem Lachen freuen. Oder schon kurz im voraus auf seine Taufe am nächsten Sonntag hinweisen.
Aber wir können auch einfach von unseren zwei Wochen Bauernhof-Ferien in Huxfeld berichten. Das betrifft dann freilich die ganze Familie, wie es insgesamt immer schwerer wird, bei Berichterstattung und Fotos zu trennen.
Das war ein echter Last-Minute-Urlaub; am Dienstag vor dem Wochenende hatten wir noch kein Quartier! Entsprechend waren wir etwas in Sorge, ob wir noch eins finden würden. Papis anfängliches „im September ist doch überall was frei“ klang schon weniger sicher. Also telefonierte Papi noch einmal die Bauern ab, die auf unsere Anfragemails nicht geantwortet hatten. Und erfuhr vom Huxfeld-Hof, daß die Familie selbst in Urlaub sei. Weil uns die aber so gut gefielen, rief ich noch mal das Handy an – und siehe da, „klar, kein Problem, unser Vater ist doch auf dem Hof, sicher können Sie kommen.“ Der Mietwagen war dann eine Kleinigkeit.
Das Beladen desselben weniger. Ein Mercedes-Kombi ist vielleicht eine Aufwertung zum bestellten Passat, aber auch erheblich kleiner im Kofferraum. Mit Fahrradanhänger und zwei riesigen Reisetaschen hätten wir nicht mehr anhalten dürfen, um eine Zeitung zu kaufen. Dafür verlief die Fahrt problemlos, Lisa ertrug sie dank Vomex ohne Übelkeit, und wir bezogen bald unser Quartier.
Das entpuppte sich als geräumige Dreizimmerwohnung mit schöner Einrichtung, komfortablem Bad und Blick auf den Hof. Nur die steile Stiege zu Lisas Zimmer unter dem Dach machte uns etwas Sorgen, aber sie kletterte sie angstfrei rauf und runter. Balou, der riesige und kindererprobte Hofhund, half ihr, die Berührungsängste zu Tieren etwas abzubauen. Der Hof war genau richtig für uns, denn die Bauern haben selbst zwei Kinder im Alter der unseren – das merkt man in der Ausstattung.
Das Wetter der ersten Woche war schon nicht schlecht. Es gab einen Regentag, aber Lisa genoß ihn, in den Pfützen des Hofs spielend, immens. Die zweite Woche dann brachte Traumwetter. Mit den Rädern, die man uns auf dem Hof gab, konnten wir mit unserem Hänger Ausflüge machen. Der Hof bot neben Rindern, Hühnern und Schweinen auch Kaninchen, Kälber, ein Pony – Lisa genoß es, und Christian nicht minder. Der Hofladen bot frische Kost.
Am schönsten wurde es dann, als die Bauern mit ihren Kindern aus dem Urlaub zurückkamen. Jetzt konnten sie wirklich alle zusammen nach Herzenslust spielen. Kurz zusammengefaßt: der Gedanke, dort im nächsten Jahr wieder hinzufahren, kam uns.
Mit Biß
Es ist so weit: Christians erster Zahn ist draußen; unten links der Mitte.
Überhaupt ist bei Christian einiges so weit. Seit seinem Krankenhausaufenthalt vor neun Tagen scheint er einen ungeheuren Entwicklungsschub durchzumachen, als habe ihn das sooo aufgehalten – Er robbt nicht nur, er krabbelt schrittweise auch, und hat sich an der Bettkante sogar schon in den Stand hochgezogen. Er sitzt jetzt im Hochstühlchen am Tisch und ißt mit wechselhafter Begeisterung Pastinaken und Apfelmus, aber genauso begeistert ist er, wenn er während einer Mahlzeit dort bei uns sitzt.
„Können Sie sich ausweisen?“
Die Nachwehen des 11. September vor 5 Jahren brachten uns zuletzt den biometrischen Reisepaß. Verlangen tun ihn nur die Amerikaner, doch in vorauseilendem Gehorsam kriegt ihn auch jeder Europäer, der gar nicht nach Amerika reisen will. Wie Papi letzte Woche beim Bürgerbüro erfuhr, sind Neugeborene auch Terrorverdächtige: auch der Kinderausweis ist jetzt fälschungssicher, enthält ein Foto nach aktuellen Vorschriften – und kostet mehr als doppelt so viel. Papis Versuche, Christian mit der Mustertafel der Bundesdruckerei abzulichten, waren spaßig. Der heutige Besuch des Bürgerbüros war es auch; dort weiß man noch gar nicht recht, wie man damit umgehen soll.
Nächste Woche gibt’s ihn dann zu sehen.
Frohes neues Jahr
Wir sind jedenfalls gut reingekommen.
Musikgenuß
Quattro hatte heute sein erstes Konzert; durch die Fruchtblase hörte er die Nokia Night of the Proms…
