Hustelinchen

Christian hustet, es klingt nach Bronchien. Ist sonst aber quietschfidel und puppenlustig. Frau Doktor hat einen Hustensaft verordnet, den Lisa prompt auch will – jetzt kriegt sie 2x täglich einen Meßbecher Ahornsirup…

Ich bin 2

Zwei Monate, es ist wieder an der Zeit, Rückschau zu halten.

Reizüberflutung

Unser kleiner Mann hat zur Feier des Tages die Schaukelwippe und das Spieltrapez von Lisa ausgepackt bekommen. Begeistert klimperte er mit dem Behang, also wolle er sagen „das habt ihr mir also bisher vorenthalten“ – am Nachmittag war er dann hocherregt, „Reizüberflutung“. Jetzt schläft er vor Papis Bauch im Tragetuch und gleicht sich so wieder aus.

Pseudo-Pseudokrupp

In der letzten Nacht ging es Christian nicht so gut. Hatte er vorher keinerlei Erkältungssymptome gezeigt, so legte er jetzt einen beschwerlichen, pfeifenden Atem an den Tag, und ein paar wenige äußerst blecherne Husten. Pseudokrupp-Anfall? Im Januar hatten wir dies schon bei Lisa einmal gemutmaßt, und hatten damit nicht völlig daneben gelegen, es war aber nur eine sehr schwache Ausprägung. Einen schweren Anfall haben wir, wie wohl die meisten Eltern, noch nicht miterlebt und können ihn deswegen nicht einschätzen.

Wir kamen denn doch noch gut durch die Nacht und wollten heute morgen zum Arzt zur Abklärung, doch leider ist heute Großstreiktag der Ärzte in ganz Nordrhein-Westfalen. Nur fünf Kinderärzte in ganz Düsseldorf tun Dienst, an so zentralen Orten wie Erkrath, Lichtenbroich usw.

Also entschieden wir uns für die Kinderambulanz des evK, eine kluge Entscheidung, wie sich zeigte: hier wurden wir sehr schnell drangenommen, und der behandelnde Arzt hatte Christian schon zur U1 gesehen. Er fand freundliche Worte für „das ist kein Pseudokrupp, sondern ein Schnupfen…“ und entließ uns mit einem Meersalz-Nasenspray, wohl das Äquivalent zur „weißen Salbe„.

Man braucht eben doch einen Eltern-Führerschein.

Plakette! V 2.0

Diesmal ist es Christian, den wir zur Untersuchung schleppen. 55 cm ist er jetzt groß, und 4,9 kg schwer – ein ordentlicher Brocken, dennoch gar nicht stämmig oder pausbäckig wirkend. Auch alles andere war wieder in vorbildlicher Ordnung, auch mit diesem Kind können wir uns anscheinend sehen lassen. Aber „Frau Doktor“ schreibt nicht so nette Sprüche ins gelbe Heft wie „Herr Doktor“…

„Können Sie sich ausweisen?“

Die Nachwehen des 11. September vor 5 Jahren brachten uns zuletzt den biometrischen Reisepaß. Verlangen tun ihn nur die Amerikaner, doch in vorauseilendem Gehorsam kriegt ihn auch jeder Europäer, der gar nicht nach Amerika reisen will. Wie Papi letzte Woche beim Bürgerbüro erfuhr, sind Neugeborene auch Terrorverdächtige: auch der Kinderausweis ist jetzt fälschungssicher, enthält ein Foto nach aktuellen Vorschriften – und kostet mehr als doppelt so viel. Papis Versuche, Christian mit der Mustertafel der Bundesdruckerei abzulichten, waren spaßig. Der heutige Besuch des Bürgerbüros war es auch; dort weiß man noch gar nicht recht, wie man damit umgehen soll.

Nächste Woche gibt’s ihn dann zu sehen.

Dies Kind ist im Sack

Mami und Restfamilie waren heute morgen zur Tragetuchberatung. Irgendwie war es beim ersten Kind ja alles anders gekommen, Lisa wurde ein wenig im Glückskäfer getragen, der machte aber Eltern nicht so glücklich wie versprochen und verschwand wieder im Schrank.

Christian nun soll getragen werden. Aus Pragmatismus, denn Lisa ist noch nicht ganz aus der Karre raus, und weil es von vielerlei Seiten empfohlen wurde. Ein Tuch und ein Tragemantel waren parat. Eine erfahrene Trageberaterin, Bettina Attenberger, wohnt ganz in der Nähe. Sie zeigte uns die ersten Grundgriffe, und schon heute nachmittag war Christian „im Sack“ einkaufen.