Osanit

Das Wundermittel zum Zahnen kommt wieder zum Einsatz. Hatte Christian recht früh schon sieben Zähne, wollte der achte dann partout nicht kommen, obwohl Zähne doch sonst immer paarweise auftreten. Jetzt endlich sind dafür Zähne acht und neun fast gleichzeitig erschienen…

Walking, Talking

Inzwischen läuft der kleine Mann so seine ersten paar Meter, spricht so kluge Dinge wie „Mama“, „Papa“, „Teddy“ oder „Mam-mam“ (Letzteres alles, was mit Essen zu tun hat, also alles). Er greift nach den Sternen, indem er auf den Stokke-Stuhl klettert, und manchmal haben sich er und Lisa richtig lieb. Manchmal.

Zu Hause – Schreitend

Christian wohnt jetzt (seit dem 22.) da, wo er hingehört, im Kinderzimmer. Bisher klappt es bemerkenswert gut… Seit heute macht er seine ersten 2 Schritte. In den letzten Tagen stand er immer wieder auf, blieb dann stehen, zögerte, und plumpste wieder auf den Allerwertesten. Heute nicht mehr…

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Heute hat unser kleiner Gentleman Geburtstag. Ein Jahr ist es her, daß um drei Uhr morgens Barbara an meine Bettkante trat und sagte, es ginge los.

Christian mit Kreiselkröte

Heute dagegen haben wir einen ganz fixen Jungen, nur etwas überfordert mit der Vielzahl von Geschenken. Er sagt ganz doll danke für die Schildkröte von den Nonnen, das Funkauto von Tante Cri und den Stokke-Stuhl von den Großeltern.

Viel mehr kann man ihn einfach nicht auspacken lassen an einem Morgen. Auch wenn Lisa fleißig hilft. („Können wir jetzt Christians Geschenke auspacken?“ – „Aber er schläft doch noch!“ – „Können wir ihn dann wachmachen?“)

Aufstand

Vornan läuft natürlich Christians Näschen. Natürlich, weil sich das in dieser Jahreszeit kaum vermeiden läßt. Dahinter steht der kleine Christian, und wenn man ihn an den Händen losläßt, bleibt er auch stehen, so stücker zehn, zwanzig Sekunden lang. Heute nun steigerte er auch das noch, und stand selbst aus dem Sitz auf. Läuft aber noch nicht, anders als das Näschen.

Fit!

Irgendwie sind die Kommentare von Frau Doktor nicht so spannend wie es die von Herrn Doktor waren – ansonsten vertrauen wir dieser nicht minder als jenem. Christian ist durch die U6 durchmarschiert, mit 76 cm und 10 kg genau in der Norm, ertrug alle Untersuchungen strahlend, bis die Impfungen kamen… der zweite Pieks (Pneumokokken) war ihm denn doch zuviel.

Dem Kleinen geht es natürlich auch sonst blendend, er krabbelt durch die Gegend, klettert auf Kinderstühlchen und hat kürzlich seinen siebten Zahn bekommen. Seine Kommentare sind noch etwas einsilbig, aber dafür strahlt er von morgens bis abends.

Geständig

Gestern bin ich gestanden – oder habe, wie man hier vielmehr sagt. Ganz allein. Mindestens vier Sekunden lang. Na gut, selbst aufstehen kann ich deshalb noch länger nicht…

Es ist aber nicht nur das, was dem aufmerksamen Beobachter sagt, daß dieses Kind wächst und gedeiht. Fortschritte sind auch beim Lautieren zu beobachten, so wird aus einem banalen „dadada“ plötzlich ein „da-dadaaah“ und eifrige Selbstgespräche kommen aus dem Babyphone. Auf dem Wickeltisch wird immer noch ein Gezeter angestimmt, aber beim Anziehen eines Pullovers bemerkt man plötzlich Kooperation, das Ärmchen wird gezielt in die richtige Richtung gestoßen, und die Finger nicht mehr verzweifelt abgespreizt, damit es ja möglichst lange dauert. Gezieltes Vorgehen ist auch beim Verbotenen bemerkbar – so geht es immer wieder genau auf die Butterdose, auch wenn diese im Kühlschrank steht statt auf dem Tisch.

Naja, und Gedeihen… die 74 wird schon knapp, und der Altersgenosse aus dem Wochenbett, den wir gestern auf dem Spielplatz trafen, kann sicher nicht an den kleinen Draufgänger heranreichen…

Heilige Bewässerung

Auch Christian (oder korrekter Christian Rudolf) ist jetzt getauft.

Die Taufe fand am 24. im Rahmen des familienfreundlichen Gottesdiensts in der Epiphaniaskirche statt. Unser Pfarrer Clemens Ruhl hat ihn getauft, und Mike, Jutta und Andrea sind die Taufpaten. Der Taufspruch war: „HERR, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. (Ps 36,6)“

Clemens Ruhl sprach über Noah und die Sintflut, und die Kinder hatten sehr anschauliches Bildmaterial vorbereitet, unter anderem ein Poster mit einem großen Regenbogen, auf den die Anwesenden Segenswünsche für Christian aufkleben konnten.

Anschließend gingen wir in unser kleines italienisches Lokal „La Contadina“ gleich an der Ecke. Dort hatten sie einen großen Tisch in der Mitte des Raums zusammengezogen, und fuhren auf wie die Verrückten! Nach der Vorspeisenplatte war die Hälfte satt… und dann kamen Fleisch- und Fischmengen, mit denen wir nicht im Entferntesten gerechnet hatten. Weil es aber so gut war, kam es alles weg. Zu Kaffee und Dessert zogen wir uns dann aber mit der kleinen Gruppe nach Hause zurück. Die vier kleinen Kinder im Rund hätten es im Restaurant nicht den ganzen Tag ausgehalten. Zu Hause hatten wir einen kleinen Schokobrunnen besorgt, in den wir Früchte eintauchten.

Es war, wie wir fanden, ein sehr schönes kleines Fest, und wir danken allen Gästen, daß sie es dazu gemacht haben.

Zum 9.

So lange draußen wie drin…

Wir könnten heute über Christians schon recht sicheren Stand oder seine fünf (!) Zähne berichten, oder uns einfach nur an seinem Lachen freuen. Oder schon kurz im voraus auf seine Taufe am nächsten Sonntag hinweisen.

Aber wir können auch einfach von unseren zwei Wochen Bauernhof-Ferien in Huxfeld berichten. Das betrifft dann freilich die ganze Familie, wie es insgesamt immer schwerer wird, bei Berichterstattung und Fotos zu trennen.

Das war ein echter Last-Minute-Urlaub; am Dienstag vor dem Wochenende hatten wir noch kein Quartier! Entsprechend waren wir etwas in Sorge, ob wir noch eins finden würden. Papis anfängliches „im September ist doch überall was frei“ klang schon weniger sicher. Also telefonierte Papi noch einmal die Bauern ab, die auf unsere Anfragemails nicht geantwortet hatten. Und erfuhr vom Huxfeld-Hof, daß die Familie selbst in Urlaub sei. Weil uns die aber so gut gefielen, rief ich noch mal das Handy an – und siehe da, „klar, kein Problem, unser Vater ist doch auf dem Hof, sicher können Sie kommen.“ Der Mietwagen war dann eine Kleinigkeit.

Das Beladen desselben weniger. Ein Mercedes-Kombi ist vielleicht eine Aufwertung zum bestellten Passat, aber auch erheblich kleiner im Kofferraum. Mit Fahrradanhänger und zwei riesigen Reisetaschen hätten wir nicht mehr anhalten dürfen, um eine Zeitung zu kaufen. Dafür verlief die Fahrt problemlos, Lisa ertrug sie dank Vomex ohne Übelkeit, und wir bezogen bald unser Quartier.

Das entpuppte sich als geräumige Dreizimmerwohnung mit schöner Einrichtung, komfortablem Bad und Blick auf den Hof. Nur die steile Stiege zu Lisas Zimmer unter dem Dach machte uns etwas Sorgen, aber sie kletterte sie angstfrei rauf und runter. Balou, der riesige und kindererprobte Hofhund, half ihr, die Berührungsängste zu Tieren etwas abzubauen. Der Hof war genau richtig für uns, denn die Bauern haben selbst zwei Kinder im Alter der unseren – das merkt man in der Ausstattung.

Das Wetter der ersten Woche war schon nicht schlecht. Es gab einen Regentag, aber Lisa genoß ihn, in den Pfützen des Hofs spielend, immens. Die zweite Woche dann brachte Traumwetter. Mit den Rädern, die man uns auf dem Hof gab, konnten wir mit unserem Hänger Ausflüge machen. Der Hof bot neben Rindern, Hühnern und Schweinen auch Kaninchen, Kälber, ein Pony – Lisa genoß es, und Christian nicht minder. Der Hofladen bot frische Kost.

Am schönsten wurde es dann, als die Bauern mit ihren Kindern aus dem Urlaub zurückkamen. Jetzt konnten sie wirklich alle zusammen nach Herzenslust spielen. Kurz zusammengefaßt: der Gedanke, dort im nächsten Jahr wieder hinzufahren, kam uns.