1, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10

Heute war Tante Jutta einmal wieder zu Besuch. Und nachdem Christian heute morgen beim Familiengottesdienst zunächst fast fremdelte, er hatte sie immerhin drei Monate nicht mehr gesehen, erholte er sich mittags rasch von diesem „Schreck“ – und verblüffte uns alle beim Anblick eines Werbezettels voller Preise durch die obige Aufzählung einer recht akkuraten Zahlenreihe. Hey, er ist zwei!

Tütata mit der Familienkarte

Christian freute sich riesig, denn dank unserer Düsseldorfer Familienkarte durfte er heute die Feuerwache Münsterstraße besichtigen. Da hatte man wirklich einiges für uns arrangiert, erläuternde Besichtigungen diverser Fahrzeuge, eine Höhenretterübung und natürlich die obligatorische Fahrt mit der Drehleiter (hat Christian sich aber nicht getraut) waren dabei.

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Er hat also sein Feuerwehr-T-Shirt und seine Feuerwehr-Socken angezogen, ein Spielzeug-Feuerwehrauto eingesteckt und ungemein interessiert geguckt, auch wenn er noch nicht so viel verstanden hat wie die begeisterten Dreijährigen.

Papi hat da schon eher was gelernt, über so coole Männerspielzeuge wie den Zieh-Fix (macht Türen auf) oder das Hooligan-Tool (eine Art Schweizermesser für Grobmotoriker).

Suchspiel

Unsere Kinder brauchten beide nie Schnuller oder den Daumen. Von Anfang an konnten sie wenig damit anfangen. Das hat Vor- und Nachteile: Sie brauchen nicht entwöhnt zu werden, Raucher wissen, wovon ich rede. Sie brauchen aber zu bestimmten Zeiten eine Ersatzbefriedigung.

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Das ist Christians Trinkflasche. Er schätzt sie bei jeder Gelegenheit, er trinkt zum Einschlafen bis zu drei Flaschen voll Wasser. Diese Ersatzbefriedigung bringt Ersatzprobleme: So muß man den Schlafenden vor Mitternacht noch einmal wickeln, weil ihm der Schlummertrunk aus allen Knopflöchern quillt. Schlimmer: Die Flasche kann verschwinden. (Ja, wir haben eine Ersatzflasche. Sie ist auch verschwunden. Seit Tagen – ein hygienisches Desaster, auch wenn nur Wasser drin war…) Dann steht man vor dem Mittagsschlaf, vor dem abendlichen Zu-Bett-Gehen, oder einfach nur, wenn Christian „Flasche! Flasche!“ rufend durch die Wohnung irrt, vor immer der gleichen Herausforderung, alle bekannten und unbekannten Verstecke nach der Trinkhilfe abzusuchen.

Die gänzlich verschwundene Flasche teilt sich diesen Zustand übrigens mit zwei Teddies. Es muß irgendwo in dieser Wohnung eine Wahrscheinlichkeitssenke geben, in der zwei Teddies sich mit einer Wasserflasche, äh, ja, über Wasser halten. Eines Tages, stelle ich mir vor, wird eine Zeitungsmeldung erscheinen: „Wunder – Teddies nach 64 Tagen unter dem Sofa gerettet – sie hatten nur eine Wasserflasche“

Kindergeburtstag

Christian ist 2, und da gibt es schon mal einen rechten Kindergeburtstag. Madita und Linea waren da, und Mirjam und Benjamin. Das war passend, denn die jeweils älteren Geschwister passen gut zu Lisas Alter, so kamen wir alle gut zurecht.

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Es war ein lustiges kleines Fest, mit einem schönen Geburtstagszug zum Naschen und Pizza zum Abend.

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Öffne dich gefälligst, Sesam!

Gleich zwei Öffnungen gibt es in diesen Tagen zu verzeichnen: Sowohl Zimmertüren (eher schon seit ein, zwei Wochen) als auch sein Zewifix (erst seit wenigen Tagen) kann Christian selbst öffnen. Das gibt ihm natürlich eine erhebliche Erleichterung seines Alltags: „Wie, ihr wollt mich gegen meinen Willen zum Mittagsschlaf legen? Das könnt ihr vergessen!“

Auch sonst entwickelt er eine gewisse… Beharrlichkeit, leider sehr unabhängig von der Frage, ob er Recht hat. Dann gibt es Zweikämpfe, die leider auf der Garderobenbank (klassische Strafexpedition in unserem Hause) enden müssen, weil ein Messer scharf, ein Herd heiß ist, auch wenn es Christian nicht gefällt.

Dann noch… hintere untere Backenzähne, mindestens der rechte. Aber die sieht man ja nicht… deswegen schwer zu verfolgen.

Mehr als Zähne

Während sich abzeichnet, daß die Zähne 15 und 16 unten durchbrechen werden, läßt sich so viel mehr berichten… Wie schon viele Kinder, ist auch Christian während des Urlaubs in die Höhe und vor allem in die Reife geschossen, hat die Babyzüge aus dem Gesicht verloren. Sonnenbräune und das sonnenblondierte Haar sehen herrlich lausbubenhaft aus. Und ein Lausbub ist er auch, er klettert überall drauf, geht auf jeden Wau-Wau zu, und schreckt auch sonst vor nichts zurück.

Gleichzeitig ist er trotzdem anhänglicher geworden. In der Krabbelgruppe auch nur kurze Zeit allein gelassen zu werden ist für ihn gar nicht akzeptabel, vor den Ferien ging das bei Katja schon wunderbar.

Er weiß sich absolut verständlich zu machen, auch wenn Sprache noch nicht so seine Stärke ist. Aber er packt seinen Papi einfach und schleppt ihn ab, wenn er etwas braucht. Und verstehen kann er schon eine ganze Menge, das merkt man deutlich.