Nachtwindelbefreiungsversuch

Eigentlich schon seit einem knappen halben Jahr übersteht Christian die Tage ohne Windel, seit einiger Zeit haben wir auch bei Ausflügen vertrauensvoll keine Wechselhose mehr dabei. An die Nächte hatten wir uns aber lange nicht herangetraut, weil er abends zum Einschlafen gern noch eine Saugerflasche Wasser mit ins Bett nahm. Die braucht er jetzt auch nicht mehr, und Anfang der Woche sagte er, er wolle es jetzt einmal ohne Windel versuchen. Ging eine Nacht gut. Eine Nacht nicht. Eine Nacht wieder mit Windel, eine ging es wieder gut – kurz, das unvermeidliche Auf und Ab eines solchen Feldversuchs, bei dem der Waschbedarf zunächst unweigerlich eher steigt. Aber insgesamt sind wir stolz, daß wir sicher auch dieses Thema bald ganz begraben dürfen. Wieder ein Schritt in Richtung auf „Groooß!“

Jackpot

Den Lotto-Jackpot, er liegt gerade bei 10 Millionen, werde ich wohl auch heute nicht knacken, aber ein ganz anderer Topf spielt heute eine zentrale Rolle: Gleich zweimal hat Christian heute morgen „mit Ansage“ Pipi auf dem Tpfchen gemacht.

Das ist ein gewaltiger Fortschritt, denn seit er die Windpocken hat, luft er meist ohne Windel herum, damit sein arg pickelberster Weichteilebereich Luft bekommt. Das hie sehr viel Feudeldienst fr den Papi. Der sitzt dafr gern zehn Minuten neben dem Tpfchen und liest etwas vor…

Windpockenparty

Wer die Windpocken hat, und Christian hat sie recht heftig, ganz anders als Lisa sie hatte, ist bei verantwortlichem Umgang recht kontaktarm. Alle ffentlichen Spielpltze scheiden aus, mancher Vater mag nicht einmal Straenbahn fahren oder einkaufen mit seinem Kind. So liegt es nahe, sich mit den Freunden zu treffen, die sie auch haben, und wenn ein ganzer Kindergarten von einer Kleinepidemie heimgesucht wird, sind das ja ein paar.

So trafen sich gestern Clara, Ben, Mirjam und unsere Zwerge mit respektiven Eltern in unserem Garten zu einer regelrechten Party. Lustig war’s. Einige waren zunchst besorgt wegen zu viel Sonne, aber insgesamt durften doch alle mal eine Weile unter der Markise hervor.

In other news, bin ich heute erstmals seit einiger Zeit (zwei Wochen machen da einen ganz schnen Unterschied) wieder mit Christian allein und bin hellauf begeistert, wie weit sein Sprachvermgen vorangeschritten ist. Ganze Stze formen sich zu ganzen Dialogen, es macht richtig Spa, sich mit ihm zu unterhalten.

1, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10

Heute war Tante Jutta einmal wieder zu Besuch. Und nachdem Christian heute morgen beim Familiengottesdienst zunchst fast fremdelte, er hatte sie immerhin drei Monate nicht mehr gesehen, erholte er sich mittags rasch von diesem „Schreck“ – und verblffte uns alle beim Anblick eines Werbezettels voller Preise durch die obige Aufzhlung einer recht akkuraten Zahlenreihe. Hey, er ist zwei!

„Bi-ba-baue“

„Bi-ba, baue, bu-ba, baue, bi-ba Ba-bin, …“

Wer diese Lautschrift zu lesen versucht, wird unser Entzcken schwerlich verstehen, aber wenn man hrt, da es mit Melodie intoniert wird, erkennt man „rote, grne, gelbe, blaue, lieber Martin, komm und schaue“ – Christian singt Martinslieder. Begeistert und voll Inbrunst.

ffne dich geflligst, Sesam!

Gleich zwei ffnungen gibt es in diesen Tagen zu verzeichnen: Sowohl Zimmertren (eher schon seit ein, zwei Wochen) als auch sein Zewifix (erst seit wenigen Tagen) kann Christian selbst ffnen. Das gibt ihm natrlich eine erhebliche Erleichterung seines Alltags: „Wie, ihr wollt mich gegen meinen Willen zum Mittagsschlaf legen? Das knnt ihr vergessen!“

Auch sonst entwickelt er eine gewisse… Beharrlichkeit, leider sehr unabhngig von der Frage, ob er Recht hat. Dann gibt es Zweikmpfe, die leider auf der Garderobenbank (klassische Strafexpedition in unserem Hause) enden mssen, weil ein Messer scharf, ein Herd hei ist, auch wenn es Christian nicht gefllt.

Dann noch… hintere untere Backenzhne, mindestens der rechte. Aber die sieht man ja nicht… deswegen schwer zu verfolgen.

Mehr als Zhne

Whrend sich abzeichnet, da die Zhne 15 und 16 unten durchbrechen werden, lt sich so viel mehr berichten… Wie schon viele Kinder, ist auch Christian whrend des Urlaubs in die Hhe und vor allem in die Reife geschossen, hat die Babyzge aus dem Gesicht verloren. Sonnenbrune und das sonnenblondierte Haar sehen herrlich lausbubenhaft aus. Und ein Lausbub ist er auch, er klettert berall drauf, geht auf jeden Wau-Wau zu, und schreckt auch sonst vor nichts zurck.

Gleichzeitig ist er trotzdem anhnglicher geworden. In der Krabbelgruppe auch nur kurze Zeit allein gelassen zu werden ist fr ihn gar nicht akzeptabel, vor den Ferien ging das bei Katja schon wunderbar.

Er wei sich absolut verstndlich zu machen, auch wenn Sprache noch nicht so seine Strke ist. Aber er packt seinen Papi einfach und schleppt ihn ab, wenn er etwas braucht. Und verstehen kann er schon eine ganze Menge, das merkt man deutlich.